www.grosser-rat.de
Frankfurter
Prinzengarde
Heddemer
Käwwern e.V. 1882
www.heddemer-kaewwern.de
Karnevalgesellschaft
Bernemer Käwwern e.V. 1935 www.bernemer-kaewwern.de
Carneval-Club
Blau-Rot e.V www.carnevalclubblaurot.de
Bornheimer
Karneval-Gesellschaft 1901
www.BKG1901.de
Carneval
Club Laternche e.V. Frankfurt am Main www.laternche.de
Karneval-Verein
Der Frankfurter 02 e. V.
www.kv02er.de
Tanzsport-
und Karneval-Verein Nieder-Erlenbach
Die Bodentrampler
www.bodentrampler.de
Erster
Sachsenhäuser Carneval-Club Die Elfer e.V www.die-elfer.de
Frankfurter
Karnevalgesellschaft Die Eulen FKG Die Eulen
Karneval-Gesellschaft
Die Fechemer Dutte 1930 e.V.
http://freenet-homepage.de:80/KG-FechemerDutte
Carneval
und Gesellschafts-Club Die Fidele Eckenheimer 1963 e.V.
www.fidele-eckenheimer.de
Karnevalverein
Die Fidelen Schienenrutscher 1977 e.V www.dfs77.de
Karneval-Club
Die Hemdeklunkis e.V.
www.hemdeklunkis.de
F.C.G.
Die Kameruner 1922 e.V.
www.die-kameruner.de
Carneval-
und Tanzsport Club Die Krätscher 1960 e.V.
www.diekraetscher.de
Karneval-Abteilung
Die Meckerer
Internet:
Griesheimer
Karneval-Club Die Nasebaern e.V. www.nasebaern.de
Die
Nordendler Karnevalclub 1953 e.V.
www.die-nordendler.de
Karneval-Verein
Die Schnaken
www.kv-die-schnaken.de
Frankfurter
Carneval Verein Die Schnauzer e.V. www.die-schnauzer.de
Karneval-Verein
Die Spinner von 1951 e.V. www.kvdiespinner.de
(1erster)
Sossenheimer Karnevalverein
Die Spritzer 1953 e.V.
Internet:
Niederräder
Karnevalgesellschaft Die Sterncher
Internet:
Karneval-Verein
Die Sterntaler e.V.
www.die-sterntaler-ev.de
Karneval-Verein
Die Stichlinge Stichlinge.de
(erster)
Frankfurter Bühnentanzsport Club 1986 e.V
fbc_strott@freenet.de
(erster)
Frankfurter Carneval-Club 1888 e.V. www.fcc1888.de
(erster)
Frankfurter Gardecorps e.V. www.frankfurter-gardecorps.de
(erster)
Frankfurter Reitercorps 13er Husaren KV e.V. www.13er-husaren.de
(erster)
Frankfurter Theater- und Karneval-Club 1898 e.V www.98er-frankfurt.de
(erster)
Kreativer Tanzsport Club Bornheim von 1980 e. V.
www.ktc-tanzsport.de
Erster
Nieder Carneval-Club 1969 e.V.
www.1NCC.de
(erster)
Sindlinger Karneval-Verein 1925 e.V.
www.sindlingerkarnevalverein.de
Karnevalverein
Eschbäjer Zuckerreube e.V. www.zuckerreube.de
Karneval-Abteilung
Fidele Bockemmer von 1947
Internet:
Karneval-Verein
Fidele Knerzcher e.V. Passivverein
Internet:
Karneval-Club
Fidele Nassauer 1931 e.V. www.fidele-nassauer.de
Carneval-Club
Frankforter Schlippcher e.V. www.frankforter-schlippcher.de
Frankfurter
Karneval-Verein 1911 und seine Maa-Gard www.fkv1911.de
Frankfurter
Karneval-Vereinigung Westend 1895/07 e.V Internet:
Karneval-Abteilung
Goldene Elf 1901
www.goldene-elf.de
SV
Goldsteiner Schlippcher 1950 e.V.
www.Goldsteiner-Schlippcher.de
Hoechster
Karneval-Verein 08 e.V.
Internet:
Hoechster
Schlossgarde 1956 e. V.
www.skylinecorps.de
Karnevalverein
Enkheim 1897 e.V.
www.kv-enkheim.de.vu
Karnevalverein
Schwarz-Weiß 1980
Frankfurt/Liederbach e.V.
www.skv80.de
(erster)
Zeilsheimer Karneval-Club Labbeduddel 1956 e.V.
www.zkc-labbeduddel.de
Majoretten
& Tanzsportclub Sachsenhausen (Passivverein) Internet:
Frankfurter
Karnevalgesellschaft Narrhalla 1948 e.V. www.fkg-narrhalla.de
Niederräder
Carneval-Verein e.V.
www.ncv-frankfurt.de
Carnevalverein
Pierrette 1898 e.V.
www.cvp1898.de
Frankfurter
Karneval-Gesellschaft Rot-Weiss e.V www.fkg-rot-weiss.de
erster
Griesheimer JTSC KA Rot-Weisse Funken www.jtsc-griesheim.de
Sachsenhäuser
Karneval-Gesellschaft 1947 e.V. skg47-ffm@web.de
Karnevalsclub
Schöne Müllerin
www.kcsm.de
Karnevalverein
Schwarze Elf e. V.
www.schwarze-11.com
Carneval
Club Silberfunken 92 e.V.
www.ccsilberfunken92.de
Große
Bornheimer Karneval-Gesellschaft
Stutzer 1910 e.V.
www.gbkg-stutzer.de
Karneval-Verein
Unterliederbacher Käwwern
Internet:
Weisse
Mützen 1951 TKV Frankfurt e.V. www.weisse-muetzen.de
Karneval-Gesellschaft
Wespen von 1887
www.wespen1887.de
Tanzende Nonnen, Mummenschanz und am Ende ein Pudding
Alte Frankfurter Fastnachtsbräuche
Frankfurt war seit je eine Hochburg des närrischen Treibens. Einige
Bräuche sind heute vergessen wie das Faßbinden auf dem zugefrorenen Main oder
das „Hawele lone”-Singen. Unsere Mitarbeiterin hat in alten Dokumenten
geblättert und förderte reiches Material zutage.
Frankfurt am Main (pia) Die traditionelle Frankfurter Fastnacht soll sogar
älter und doller sein als der Mainzer und der Kölner Karneval. Aus Furcht vor
Ausschweifungen der Maskierten erließ der Rat der Stadt Frankfurt nämlich schon
im Jahre 1355 ein Vermummungsverbot. An den Rand des historischen Dokuments
notierte ein späterer Kanzleischreiber lakonisch: „Wird nit gehalten in
der Faßnacht.”
Trotz weiterer solcher Ratsbeschlüsse ließen sich die Frankfurter nicht vom
Fastnachtfeiern abhalten. Die üppigen Feste der Patrizier im 15. Jahrhundert
sind in den Tagebüchern von Bernhard Rorbach und seinem Sohn Job beschrieben,
die der Patriziergesellschaft Alten-Limpurg angehörten. Aus dem Jahre 1497
berichtet Job, daß man am Fastnachtsdienstag nach dem gemeinsamen Mittagessen
den üblichen „Umgang” durch die Frankfurter Klöster unternommen
habe, um dort mit den Mönchen zu zechen und mit den Nonnen zu tanzen.
Am Tag nach Aschermittwoch hatte die „brasseryhe” (Prasserei),
wie Job schreibt, ein Ende. Traditionell reichten die Frauen zum Abschluß der
Fastnacht eine Grüne Suppe - wohl eine Art Kräutersuppe. Am Abend des ersten
Fastensonntags wurde auch in der Gesellschaft von Alten-Limpurg nur noch der
Mandelkäse, ein Pudding aus Milch, Eiern und Mandelkernen, der eine typische
Fastenspeise war, verzehrt.
Während die Patrizier auf den Stuben feierten, veranstalteten die Frankfurter
Handwerkszünfte seit dem 15. Jahrhundert übermutige Fastnachtszüge durch die
Straßen. Ein besonderes Ereignis war es, wenn die Bender, die Faßbinder, ihren
Umzug mit einem feierlichen Faßbinden auf dem zugefrorenen Main verknüpfen
konnten. In aller Frühe am Fastnachtsdienstag gingen dann die Bendergesellen und
-lehrjungen auf das Eis und banden dort, unter den Augen des Publikums zwei
große Fässer. Dabei wurden sie von vier Meistern beaufsichtigt, die zusammen mit
den Zunftgeschworenen in einem Zelt zu Mittag tafelten. In der Dämmerung tanzten
alle um die vollendeten Fässer und brachten diese in einem feierlichen Umzug
beim Kran am Weinmarkt zwischen Fahr- und Leonhardstor ans Ufer. Zum Abschluß
des Fests am folgenden Samstag wurden die beiden Fässer dem Rat der Stadt
übergeben. Sieben dieser außergewöhnlichen Benderfeste auf dem Maineis zwischen
1608 und 1838 sind dokumentiert.
Ein anderer Fastnachtsbrauch, der sich bis in die Mitte des vorigen
Jahrhunderts vor allem im südlichen Stadtteil Sachsenhausen hielt, war das von
Goethe beschriebene „Hawele lone”-Singen der Kinder. Am Dienstag,
dem eigentlichen Fastnachtstag, gingen die Kinder von Haus zu Haus und sangen
den folgenden Heischevers:
„Hawele, hawele lone,
die Fasnacht is one!
Drowe in dem
Hinkelhaus,
Da hängt en Korb voll Eier raus.
Drowe in de Firste,
Da
hänge die Bratwürschte ....”
Wenn sie daraufhin keine Gabe in ihr
Körbchen erhielten, schrien sie:
„Stockfisch, Stockfisch!
Gebt uns
alle Johr nix!”
Bis heute werden zur Fastnacht in Frankfurt Krebbel (Berliner) gegessen, die
es einst nur ab dem Dreikönigstag bis zum Fastnachtstag in den Bäckereien zu
kaufen gab. Früher waren außer dem noch „warme Brödercher”,
ausgehöhlte und mit warmem Fett gefüllte Brötchen, eine beliebte
Fastnachtsspeise. „Frankfurter Krebbel- und
Warme-Brödercher-Zeitung” nannte der Lokalpoet Friedrich Stoltze daher
seine erste Fastnachtszeitung, die er 1852 herausbrachte. Das satirische Blatt
fand bei dem närrischen Frankfurter Volk reißenden Absatz, und der
„unverantwortliche Redakteur” Stoltze ließ deshalb über 40 weitere
„Krebbel-Zeitungen” in loser Reihe bis 1879 folgen. Darin sind
viele von Stoltzes beliebten Frankfurterischen Gedichten erstmals
veröffentlicht.
Obwohl die ersten Frankfurter Karnevalsvereine bereits in den 1850er Jahren
gegründet wurden, konnten sich die Frankfurter Narren mit der Straßenfastnacht
der Neuzeit nicht so recht anfreunden. Im benachbarten und mittlerweile
eingemeindeten Dorf Heddernheim, das nicht umsonst den Ruf eines
„Klaa-Paris” genießt, gab es dagegen schon seit 1839 einen
Fastnachtszug und seit den 1870er Jahren auch ein Freilichtfestspiel zur
Fastnacht. Währenddessen blieben die Frankfurter lieber bei Kappensitzungen und
Maskenbällen in den Sälen. Lediglich 1862 unternahmen sie den etwas halbherzigen
Freilichtversuch einer „Ersten närrischen Kaiserkrönung” auf dem
Römerberg. Bei dieser Persiflage auf die alten Krönungsfeierlichkeiten floß aus
dem Gerechtigkeitsbrunnen statt Wein nur Ebbelwoi, als Ochs am Spieß wurde ein
Kälbchen gebraten, und der Fastnachtskaiser streute Blechmünzen auf seine
närrischen „Untertanen”.
Im Jahre 1929 wurde endlich der erste richtige Frankfurter Fastnachtszug der
Moderne veranstaltet. Unter dem Motto „Mir kenne's aach!” wollten
es die hiesigen Narren den Määnzern zeigen. Zum ersten Frankfurter
Faschingsprinzen Ulko I. wurde damals Udo von Schauroth, der Sohn der
Frankfurter Malerin Lina von Schauroth, späterer Architekt und Miterbauer des
Zürichhauses am Opernplatz, gekürt. Die heutige Tradition des alljährlichen
Frankfurter Faschingszugs begann aber erst 1953. Seitdem tönt es an jedem
Fastnachtssonntag durch die Straßen: „Frankfurt - helau!”
Sabine Hock
Wochendienst, hg. v. Presse- und
Informationsamt der Stadt Frankfurt am Main, Nr. 3 vom 21.1.1997